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Review: Tarot
 
CROWS FLY BLACK

Album:
 CROWS FLY BLACK, 2007, Nuclear Blast

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 V.B., 29.06.2007

Review:
 Wenn man das neue Album der finnischen Metal-Pioniere Tarot zum ersten Mal in die Hand nimmt und sich ansatzweise die Lyrics durchliest, könnte man von einem Konzeptalbum ausgehen, da sich gewisse Thematiken, die besonders aus dem Bereich des Krieges stammen oft wiederholen, doch man irrt. Zwar ist das Album an sich das düsterste und textlich gesehen das wütendste und aggressivste was sie bisher veröffentlicht haben, dennoch gibt es auch sanfte und eher traurige Momente. Facettenreich würde ich es nennen. Neben diesen Änderungen ist natürlich die größte Neuerung der Einsatz von Zweitleadsänger Tommi Salmela.

Diese Änderung ist es auch, die einige der Songs wie "Traitor" oder "Ashes To The Stars" wirklich interessant macht. Letzterer ist sehr eingängig und die beiden Stimmen ergänzen sich hier neben "Bleeding Dust" am besten. Wenn auch nicht der stärkste Song des Albums, so ist doch der gesangliche Schlagabtausch der beiden Leadsänger bemerkenswert.
Der Titelsong "Crows fly black" erweist sich als perfekter Einsteiger, da er durch das Intro den Hörer langsam einstimmt, nur um dann richtig loszulegen. Sehr schwere Gitarren stehen den guteingesetzten Keyboards entgegen, die im Hintergrund zusammen mit dem Backgroundgesang dem Ganzen etwas Mystisches verleihen.
Facettenreich sind wie gesagt die Gesangsparts dieses Werks, so werden beispielsweise die Strophen von "Messenger Of Gods" gesprochen, während der Refrain sehr zum Mitsingen einlädt. Die Gitarrenriffs sind schnell treibend und obwohl dieser Song insgesamt sehr heavy daherkommt, fügen sich die Keyboards und Samples erstaunlich gut ein. Ebenfalls Mitgröhlcharakter hat "Before The Skies Come Down", jedoch überzeugt dieser Song nicht komplett. Hingegen ist "Tides" ein absolutes Highlight. Marco Hietala zeigt hier eine weitere Facette seines Könnens, der die Strophen dieser Ballade sehr zart, nur von Piano und Keyboards begleitet singt. Gitarre und ein deutlich hörbarer Bass verleihen dem Song besondere Schwere
Einer der stärksten, aber auch wütendsten Songs ist "You", der sehr eingängig ist und Lust auf mehr macht.
Der nachfolgende Song "Howl!" kommt sehr düster, fast schon doomig daher.
"Grey" sticht außer durch die wohlklingenden Keyboardparts nicht besonders hervor, hingegen sollte man es nicht versäumen, sich die Limited Edition dieses Albums zu sichern, da der Bonus Track "Veteran Of Psychic Wars", ein melancholischer Mid-Tempo-Song gesungen von Tommi Salmela, recht gelungen ist.

Fazit: Für mich stellt dieses Album den Höhepunkt der Karriere von Tarot dar. Man geht mit der Zeit und verändert sich und so ist das Werk eine logische Weiterentwicklung des Vorgängers SUFFER OUR PLEASURES. Nicht jedermanns Geschmack, alte Fans der Band mögen sich vielleicht über den kleinen Richtungswechsel ärgern, andere mögen ihn begrüßen. Auf jeden Fall ein Album, dass man sich ein paar Mal anhören muss um sich richtig einzufinden. Punktabzug für die kurze Laufzeit von gerade mal einer Dreiviertelstunde wenn man den 5-minütigen Bonus Track abzieht.

Tipp:
 Auch wenn es nicht repräsentativ für die Gesamtkarriere ist, dient dieses Album als guter Einstieg in die Tarot-Welt. Dennoch sind die Änderungen nicht so radikal, dass Fans der ersten Stunde völlig abgeneigt sein dürften.

Titel-Liste:
 
  1. Crows fly black
  2. Traitor
  3. Ashes to the Stars
  4. Messenger of Gods
  5. Before the Skies come down
  6. Tides
  7. Bleeding Dust
  8. You
  9. Howl!
  10. Grey
    - - - Bonus Track - - -
  11. Veteran of psychic Wars

Laufzeit:
 52:03 Min.


 
 
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