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Review: The Cursed
 
ROOM FULL OF SINNERS

Album:
 ROOM FULL OF SINNERS, 2007, Locomotive

Stil:
 Heavy Rock

Wertung:
 3 von 7
3 von 7 Punkten
 S.J., 08.05.2007

Review:
 Immer öfter kommt es vor, dass neue Namen durch die Szene geistern. Oft ist das, was dahinter steckt jedoch alles andere als neu. So auch im Fall "The cursed": Overkill Sänger Bobby Ellsworth formte diese Band, Unterstützung erhielt er unter Anderem vom Hades Gitarristen Dan Lorenzo. Herausgekommen ist dabei ein riffbetontes Heavy Rock Album.

In "Sweeter" fällt gleich die wuchtige, aber doch Garagennahe Produktion auf. Leicht doomige Riffs mit viel Drive werden geboten, ganz wie auch im folgenden "Evil, in the Bag". Die Riffs sind simpel gestrickt, der Sound ist naturgetreu. Wer Musik am liebsten so hört, als würde er sie selbst gerade spielen ist hier gut bedient.
"Leven Al God in Frankjik" hat nicht nur einen eigenartigen Titel, auch der Song selbst klingt anders im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern. Groovig ist er, modern, mit Mitgröhlrefrain und im Strophenteil ein wenig nach Motörhead zu Zeiten bei Epic Records klingend. Auf jeden Fall eine eigenartige Mischung.
"Breaking her down" ist sehr schruppig, ein bisschen schneller als die anderen Tracks - und dafür auch kürzer. Zu kurz, will man meinen.
In "Best of the worst" bedient sich Bobby auch mal ein wenig in den höheren Tonlagen und endlich erkennt man seine prägnante Stimme wieder, die auch Overkills Markenzeichen waren. Kurz ist der Track jedoch wieder. Kein Wunder, ist doch nahezu jeder Song aus zweieinhalb Riffs konstruiert, und die sind nun mal schnell verbraucht.
Ein wenig besser ist da "Native Tongue". Etwas abwechslungsreicher, und dazu gibt es noch einen einprägsamen Refrain. Im sehr trockenen Sound mag der eine oder andere sich vielleicht an Kyuss erinnert fühlen. Jedenfalls klingt die gesamte Scheibe mehr danach als nach "Black Sabbath" oder "alten Motörhead", wie mir der beigefügte Promozettel weismachen will.
"Serpentine Slither" beginnt mit Bassgroove, man mag automatisch mit den Fingern dazu schnippen. Nach dem relaxten Part folgt eine kurze Explosion, und man kehrt wieder zum entspannten Teil zurück: elegant. Rockmusik für Frack- und Zylinderträger.
"All's right" holt den Hammer raus. Dieser ist wuchtig und hat eine dementsprechende Durchschlagskraft. Auch ist Bobbys Gesang wieder mal ein wenig abwechslungsreicher. Warum klingen The cursed denn nicht die ganze Zeit über so?
"One Time" erinnert dann nun doch ein wenig an Black Sabbath. Das allerdings auch nur, weil die eine Melodie nichts weiter als eine Mutation der Zwischenmelodie von "Sabbath bloody Sabbath" ist. Das Lied hat den selben Groove, kommt nur leider kein bisschen eigenständig rüber.
"Queen of the Down" macht da weiter, wo die vorigen Tracks aufgehört haben. Riff. Groove. Solo. Wiedererkennungswert ist leider nicht wirklich vorhanden.
"Generate her" scheint dann doch noch mal von Black Sabbath inspiriert zu sein, was die Bass- und Gitarrenarbeit anbelangt. Kein schlechter Abschluss für eine mittelmäßige Scheibe.

Fazit: Mancher nennt es spontan, andere nennen es einfallslos. Ein kreativer Erguss jedenfalls sieht anders aus. Zu wenig Eigeninitiative, kaum Wiedererkennungswert. Wer auf röhrige Gitarren mit ordentlich Bass steht ist hier genau richtig. Wer Songs sucht, wird nur in Auszügen fündig.

Tipp:
 "Generate her" und "All's right" sind neben dem Opener die Höhepunkte.

Titel-Liste:
 
  1. Sweeter
  2. Evil, in the Bag
  3. Leven Als God in Frankrijk
  4. Breaking her down
  5. Best of the worst
  6. Native Tongue
  7. Serpentine Slither
  8. All's right
  9. One Time
  10. Queen of the Down
  11. Generate her

Laufzeit:
 37:17 Min.

Band-Infos:
 
  • www.the-cursed.net 


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