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Review: Tierra Santa |
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Album:
| | MEJOR MOIR EN PIE, 2006, Locomotive |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 15.06.2006 |
Review:
| | Epic Power Metal aus Spanien, da denkt man normalerweise an Bands wie Dark Moor oder Arwen. Aber weit gefehlt. Auch in Spanien existiert durchaus eine solide Metal-Szene mit Dutzenden von Bands auf qualitativ hohem Niveau.
Das Quintett Tierra Santa mit seinen Musikern Angel, Arturo, Roberto, Paco und Iņaki hatte bereits 2004 das halbe Dutzend Alben voll und startet mit MEJOR MOIR EN PIE einen neuen Versuch. Wie der Titel vermuten lässt, ist doch ein kleiner Unterschied zu anderen, international bekannteren Bands bemerkbar. Das Album ist in spanischer Sprache verfasst. Im Gegensatz zu beispielsweise französischer Sprache, klingt Spanisch mit seinen rollenden 'R's und gesprochenen 'th's durchaus hart und metallisch genug, das dieser Umstand dem musikalische Spass keinen Abbruch tut. (Die Franzosen mögen mir verzeihen!)
Vergleicht man dieses Album mit seinen Vorgängern INDOMABLE oder APOCALIPSIS, so ist ein Schritt in Richtung Kommerz durchaus bemerkbar.
Ein mehrstimmiger Chor bei "Mejor moriri en pie" leitet die erste Runde der Power Metal-Scheibe ein. Mit recht flottem Tempo wie man es z.B. auch von Dark Moor gewohnt ist, bleibt die Stimme trotz mehrstimmiger Gitarren die ganze Zeit dominant. Lediglich bei den Soli lassen die Gitarren etwas lauter vernehmen, treten jedoch auch hier nicht in den Vordergrund.
Mit "Un grito en el aire" oder dem späteren "La tentación" verhält es sich ähnlich. Jedoch kann man hier stellenweise auch Einflüsse skandinavischer Bands wie Europe vernehmen.
Ein weiteres Beispiel von gefälligem und melodischem Metal ist "La impureza de la amistad". Hier gelingt es der Instrumental-Truppe endlich, der dominanten Stimme Paroli zu bieten. Und egal ob man des Spanischen mächtig ist, wie ich oder nicht, der Refrain geht sofort ins Ohr.
"Otelo" wird mit gebremstem Tempo auf den Weg geschickt. Dafür sind hier die Gitarren das erste mal fett genug, dass fast richtiges Metal-Feeling aufkommt. Dies liegt sicherlich auch daran, das der Song von der Leidenschaft, Gitarre spielen zu dürfen handelt und es sogar als das einzig Wahre im Leben beschrieben wird.
"Hoy vivo por ti" ist ein gutes Beispiel für die deutlich kommerziellere Ausrichtung. Gefällige getragende Refrains und Synthesizer schmirgeln und schleifen mächtig an den metallischen Ecken und Kanten. Hier hat man sich auch etwas auf dem Pop-Markt des nachbarn Italien umgesehen und so manch gefälliges Element übernommen.
Die Liebe zu Klassikern aus den 80ern zeigt sich bei "Una luz en la oscuridad". Hier greift man schon mal gerne bei Bands wie Whitesnake & Co. zu, versäumt jedoch nicht das Ganze in passend ins Gesamtbild zu integrieren.
Zum Abschluss wird es europäisch und Klassisch im wahrsten Sinne des Wortes. Das Instrumental "Himno a la alegria" als rockende Version unseres Europa-Liedes wäre doch einmal eine gelungene Alternative.
Und wem das jetzt alles verdächtig "Spanisch" vorgekommen ist, der sei beruhigt. Metal muss nicht immer "Englisch" sein um gut zu klingen.
Fazit: Sicherlich stellt die spanische Sprache kein Problem dar. Mehr als gefällig purzeln die Songs wie am Schnürchen gezogen aus den Lautsprechern - und das ist das eigentliche Problem. Bei der Bemühung, den Songs eine Portion Kommerzgefälligkeit mit auf den Weg zu geben, mussten einige Ecken und Kanten dran glauben. So kommen die einzelnen Titel doch recht ähnlich klingend aus den Boxen, was weniger daran liegt, dass hier einfallsloses Songwriting vorherrscht. Es ist vielmehr das Fehlen von deutlichen markanten Akzenten. Und so passiert es dann, dass potenzielles Power Material auf reinen Unterhaltungswert reduziert wird. |
Tipp:
| | Wer flotten melodischen Power Metal liebt und wenig Wert auf progressive Ausflüge oder Double-Base-Drums legt, findet hier äußerst bekömmliche Kost, die auch mühelos zur Hintergrund-Berieselung geeignet ist.
Wer beinharten Power Metal sucht, der wird hier allerdings kaum fündig - bitte andere Baustelle benutzen. |
Titel-Liste:
| | - Mejor moriri en pie
- Un grito en el aire
- Magia
- La impureza de la amistad
- Otelo
- Si tu alma has de vender
- Hoy vivo por ti
- Una luz en la oscuridad
- La tentación
- Nunca te alejes de mi
- Himno a la alegria
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.tierra-santa.net  |
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