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Review: Total Chaos
 
FREEDOM KILLS

Album:
 FREEDOM KILLS, 2007, People Like You Records

Stil:
 Crust Punk

Wertung:
 2,5 von 7
2,5 von 7 Punkten
 M.K., 04.02.2007

Review:
 Total Chaos gibt es bereits seit über 17 Jahren. Punk's not dead, das beweist die Band von Album zu Album. FREEDOM KILLS ist ein weiteres, kritisches Album. Wollen wir mal gucken, was die fünf Ami-Punks und dieses Mal servieren.

"S.O.S. America" ist im Endeffekt ein über dreieinhalb Minuten langes Intro. Man hört etwas Piepsen, eine weibliche Nachrichtensprecherin und Kriegsgeräusche im Hintergrund, verbunden mit schmerzverzerrten Schreien. Ganz leise im Hintergrund hört man auch etwas Musik. Naja, wer es mag...
Mit "Final Solution" folgt dann der erste "richtige" Song auf FREEDOM KILLS. Aggressiver Punkrock wird hier geboten, der Gesang ist jedoch deutlich im Hardcore-Sektor anzusiedeln. Dauert nur knapp anderthalb Minuten und beinhaltet nichts nennenswertes.
"Rome will Fall" ist da schon ansprechender, zieht auch gut das Tempo an. In der zweiten Hälfte gibt es auch noch ein kurzweiliges Gitarrensolo zu bestaunen.
Dann geht's auch schon mit "Paix America" weiter, ein typischer 3-Akkorde-Punk Rock-Song, inklusiver kritischer Lyrics. Mitten im Song kommt ein weiteres, kurzes Solo zum Vorschein. Wie gesagt, halt ein typischer Punk Rock-Song.
"Horrorvision" nennt sich der fünfte Song, ein weiterer Up Tempo-Song. Ich weiss nicht, aber irgendwie lässt mich der Song absolut kalt. Könnte daran liegen, dass man solche Punk-Songs schon dutzende Male gehört hat. Die zweite Hälfte des Songs tritt da schon mehr in den Hintern, der Riff erinnert etwas an Motörhead. Mittelprächtiges Stück Musik.
Das Misfits-Cover "Attitude" folgt als nächstes. Macht Spaß, der Gesang gefällt mir persönlich auch besser als in den restlichen Songs.
Mit "What you gonna do" folgt der nächste Song, zu dem Total Chaos auch ein Video gedreht haben. Der Refrain bleibt dann doch im Ohr hängen, Total Chaos performen hier einen der besten Songs auf FREEDOM KILLS. Standesgemäß ein schneller Song, jedoch mit einem langsameren Mittelteil. Dieser wird jedoch von einem ordentlichen Gitarrensolo veredelt.
Mit "Punks Coalition" folgt ein weiterer schneller Song, der mir persönlich jedoch nicht so zusagt. Es wird mal wieder ein 08/15 Crust Punk-Song mit Oi! Oi!-Rufen geboten. Nicht so mein Ding, gabs schon zigtausend Mal.
Da fängt "Scholls of America" schon besser an. Total Chaos bieten hier intelligenteres Songwriting und einen gescheiten Song-Aufbau. Auch die Gesangslinie im Refrain bleibt im Kopf hängen. Crust Punk, wie er sein soll, inklusive hingerotztem Gitarrensolo.
"Freedom kills", der Titelsong, beginnt mit Geklatsche und Samples aus Filmen oder ähnlichem. Der Song ist insgesamt langsamer als die Lieder zuvor, beinhaltet aber weiblichen Gesang und interessantes Drumming. Die Samples werden weiterhin eingestreut bzw. machen einen großen Teil des Songs aus. Kennt man vielleicht von Ministry.
Experimentell geht es weiter, der Anfang von "Civil War" bietet eine simple, aber gute Bassline. Beginnt langsam, der Bass ist durchaus das dominierende Instrument, bis nach 1:15 Minuten der typische Einheitsbrei wieder beginnt. Schade eigentlich, ich hab mir mehr Eigenständigkeit erhofft. Der Ansatz war ja gegeben, doch "Civil War" bietet nichts besonderes, bis auf das Gitarrensolo kurz vor Schluss.
"One Way System Lies" haut da in die selbe Kerbe. Zwar wird hier ordentlich Tempo aufgefahren, aber wirklich was hängen bleibt nicht.
Mit "Another Boot Party" wird der letzte von Total Chaos komponierte Song dargeboten, inklusive Oi!-Rufen. Beginnt interessant mit guten, Tribal-artigen Drums. Gefällt mir besser als die beiden Songs zuvor. Könnte gut auf Punk-Parties laufen und sollte auch live gut ankommen.
Mit dem Twisted Sister-Cover "We're not gonna take it" wird ein schöner Abschluss für FREEDOM KILLS gefunden. Gefällt mir persönlich besser als die Donots-Interpretation. Macht Spaß zu hören.

Fazit: FREEDOM KILLS bietet den Standard-Crust Punk, wie man ihn schon zig Mal gehört hat. Die Cover-Versionen von Twisted Sister und den Misftis sind wohl das beste auf dem Album, von den selbst komponierten Liedern sagen mir nur wenige Songs zu. Außerdem hört sich das Album an, als ob es in einem Schuhkarton aufgenommen wurde. Tut schon fast in den Ohren weh. Dafür ist das Cover nicht schlecht, jedoch kann dieses das Album für meinen Geschmack auch nicht retten.

Tipp:
 Neben den beiden Coversongs können mich "Another Boot Party" und der Titeltrack begeistern.

Titel-Liste:
 
  1. S.O.S. America
  2. Fina Solution
  3. Rome will fall
  4. Paix America
  5. Horrorvision
  6. Attitude
  7. What you gonna do
  8. Punks Coalition
  9. Scholls of America
  10. Freedom kills
  11. Civil War
  12. One Way System Lied
  13. Another Boot Party
  14. We're not gonna take it

Laufzeit:
 41:50 Min.

Band-Infos:
 
  • www.totalchaospunx.com 


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