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Review: Danny Vaughn |
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Album:
| | TRAVELLER, 2007, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 03.02.2007 |
Review:
| | In den letzten Jahren ist es etwas stiller um den Ausnahme-Stimm-Athleten Danny Vaughn aus dem sonnigen Kalifornien geworden. Was waren das für Zeiten, als er 1990 mit seiner Band Tyketto die West Coast-Szene so richtig zum Überkochen brachte. Es waren Videos der Rock-Songs angesagt, die rund um die Uhr auf MTV liefen. Irgendwann ist jeder Trend einmal zu Ende und so flaute Mitte der 90er die große Rockwelle ab, die Album-Verkäufe sanken und Besucher von Konzerten machten sich rar.
Unter eigenem Namen Vaughn beschloss der Sunny-Boy jedoch seiner Musik treu zu bleiben, wie auch zwei seiner ehemaligen Tyketto-Kollegen, die ihm sie Stange hielten.
Mit seinem neuesten Werk TRAVELLER wollte Danny wieder an die guten alten Erfolgszeiten anknüpfen und rannte mit dieser Idee bei seiner neuen Plattenfirma Frontiers natürlich Tür und Tor ein, da diese erfahrungsgemäß für alle sanfteren Rockklänge sehr empfänglich sind.
Glücklicherweise konnte er mit seinem guten Namen Danny Vaughn in der Szene noch genügend gleichgesinnte Profis begeistern, wie z.B. die Gitarristen Tony Marshall (Contagious) und Pat Heath (Brave New World), den Bassisten Steve McKenna (Ten) und schließlich auch den Drummer Lee Morris (Paradise Lost), der ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt ist.
Da ihm niemand Steine in den Weg legte, konnte Danny genau sein Ding so durchziehen, wie er es beabsichtigt hatte und das Ergebnis, ein exzellentes Melodic Rock Album zeigt, dass er noch nichts verlernt hat.
Die ersten Töne des Openers "Miracle Days" erinnern mich stark an etwas aus der Vergangenheit. Nach längerem Grübeln geben meine Gehirnwindungen dann doch die tief vergrabene Information frei. John Farnham, der Junge aus Down-Under hatte auf seinem Album CHAIN REACTION von 1990 einen ähnlichen Song namens "See the Banners fall". Der große Unterschied zwischen beiden Intros ist, dass John Gesänge der Aboriginies eingebaut hatte und Danny passenderweise Indianer-Klänge.
War der Start noch etwas folklastig und verhalten, so geht es bei dem intensiven Mid-Tempo-Rocker "Badlands Rain" schon etwas mehr zur Sache. Hier ist besonders Danny's Gesangsarbeit hervorzuheben, die dem Song ein intensives Hörerlebnis mit auf den Weg gibt. Gitarren-Soli sorgen dabei für genügend Ecken und Kanten, die ein Abdriften in sanfte AOR-Welten verhindern.
Der Titel-Song "Traveller" liegt irgendwo zwischen den beiden Vorgängern in hat das gewisse Etwas im Gepäck um besonders den Refrain nicht so schnell vergessen zu lassen.
Insgesamt bewegen sich die Songs tempomäßig zwischen dem flotten Rocker incl. einem guten Schuss Country "The Measure of a Man" und sanften ruhigen Balladen, wie dem Gitarre-untermalten "The Touch of your Hand" oder dem mit Piano-Klängen begleiteten "Lifted", das wohl langsam startet, sich aber zu einem ausgewachsen Rock-Song entwickelt. Ausfälle oder bloßes Füllmaterial ist diesem Album glücklicherweise fern geblieben.
Fazit: Danny Vaughn hat unzweifelhaft bewiesen, dass er jederzeit in der Lage ist ein qualitativ perfektes Melodic Rock-Album abzuliefern, wenn er nur die richtigen Leute bekommt und das umsetzen darf, was ihm vorschwebt. Ärgerlich ist nur, dass Talent eben nicht immer für geniale finanzielle Erfolge ausreicht. Würde ich nach diesem Album entscheiden müssen, ob West Coast mit Danny Vaughn oder East Coast mit Musikern wie Bon Jovi den besten Platz im Rock-Olymp verdient hätten, so fiele mir die Wahl nicht schwer. Wer das Rennen macht? Na, ratet mal... |
Tipp:
| | Alle Freunde des Melodic Rock sollten hier ein Ohr riskieren. Als Background Musik zum Abendessen oder für Entspannungsbäder mit genügend Blubber-Blasen-Schaum ist es allerdings fast zu schade. |
Titel-Liste:
| | - Miracle Days
- Badlands Rain
- Traveller
- Restless Blood
- That's what she says
- The Touch of your Hand
- Lifted
- Warrior's Way
- The Measure of a Man
- Think of me in the Fall
- Death of the Tiger
- Better by Far
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Laufzeit:
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