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Review: Wuthering Heights |
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Album:
| | THE SHADOW CABINET, 2006, Locomitive |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 04.10.2006 |
Review:
| | Auch wenn die dänischen Symphonic Metaller von Wuthering Heights schon seit 1995 im Geschäft sind und mit ihrem aktuellen vierten Album gewisse Konstanz zeigen, so ist vom Start-Line-Up niemand mehr mit an Bord.
Zumindest besteht die aktuelle Besetzung seit zwei Jahren unverändert und das wird besonders Fans des Ausnahme-Vocalist Nils Patrik Johansson freuen, denn auch diesmal wird er seinen Beitrag zu einem rundum gelungenen Symphonic Metal Album beisteuern.
Wuthering Heights waren schon immer bekannt für dichte Instrumentalisierung mit einem Hang zum Bombast und jeder Menge progressiven Ausflügen. Davon ist die Band auch auf ihrem aktuellen Album THE SHADOW CABINET nicht abgewichen.
Ziemlich stürmisch und brachial wird die Runde mit dem Opener "Demon Dedire" eröffnet. Ein wahres Riff-Gewitter, das sogar den Gesangslinien des Frontmanns bedenklich nahe kommt, verdeutlicht, was den Zuhörer in der nächsten Stunde erwarten wird.
"Beautifool" mit einem Hauch Folk und auch einigen eingängigen ruhigen Passagen zieht es den Zuhörer sofort in seinen Bann. Das Wechselspiel von Gesang, dichten Instrumental-Teppichen und fetten tiefen Chören sorgt dafür, dass kaum Langeweile aufkommt.
Mid-Tempo beherrscht den epischen Titel "The Raven", bei dem einmal mehr zu Tage tritt wie vielschichtig und variantenreich das Songwriting gestrickt ist. Man schafft es, sich dabei nicht auf Nebenschauplätzen zu verausgaben, sondern findet immer wieder den Weg zurück.
Der erste Teil des Mini-Epos "Faith - Apathy Divine Part1" beginnt etwas verhalten mit einem Schuss-Folk Violinen, bevor es gänzlich in die Richtung Power Metal abbiegt. Man kann sich den treibenden Rhythmen die Gitarren und Drums kaum entziehen. Lediglich der Refrain sorgt für etwas Ruhe und Sänger Nils überrascht mit cleaner Stimme.
"Envy" der bisher ruhigste Song wurde mit einer gehörigen Portion Folk Metal versetzt, aber Nils meistert auch diese Herausforderung souverän.
"Snow - Apathy Divine Part2" fährt dort fort, wo der erste Teil geendet hatte. Der Refrain ist sogar noch eine Spur gefälliger angelegt, was für mehr Ruhe und musikalische Abrundung sorgt.
Das balladeske "Sleep" beginnt mit ungewöhnlichen Vocals und jeder Menge folkloristisch angehauchten Riffs, die mehr und mehr an Fahrt aufnehmen. Irgendwann hat sich der Song zu einer Power-Hymne entwickelt und jeden Balladen-Ballast über Bord geworfen.
Wer lange gräbt findet sicherlich immer irgendwelche bekannte Spuren. Wer bei "I shall not Yield" genau hinhört, erkennt nach der ersten halben Minute vertraute Themen des Led Zeppelin Klassikers "Kashmir". Ansonsten bewegt man sich im bereits bekannten Fahrwasser des flotten Openers.
Nach kurzem Sprech-Übergang "Reason...?" beginnt mit "Carpe Noctem - Seize the Night" das offizielle Ende des Albums. Wilder Start, sanfte Akustik-Gitarren und Synthie-Klänge, cleaner Gesang bilden quasi das Intro zu einer weiteren Power Hymne. Für mich ist es eines der Highlights des Albums und ein würdiger Ausklang.
Für alle die jetzt aufschreien und ihre wohlverdiente "Echte" Ballade einfordern, bekommen mit dem Bonus-Track "Midnight Song" (Europa) das fehlende Teil nachgeliefert, also nicht gleich meutern, sondern abwarten lautet die Devise.
Fazit: Wuthering Heights haben ein weiteres Eisen ins Feuer gelegt, wobei man schon ausgeruht sein sollte, wenn man sich dieses Album zu Gemüte führt. Der hohe und vor allem variable Takt, die unzähligen Prog-Einflüsse und die Leistung des Ausnahme-Vocalist Nils Patrik Johansson können sonst schnell anstrengend werden. Stellenweise ist man wie schon beim letzten Space Odyssey-Album der Gesangslinie von Nils etwas zu nahe gekommen und entwertet dadurch sträflicherweise die Leistung dieses Ausnahme-Sängers. Etwas weniger wäre hier mehr gewesen und auch dann hätte die Bezeichnung Symphonic Metal noch keine Mogelpackung verziert. |
Tipp:
| | Wer fette und flotte Symphonic Metal Alben liebt, der sollte sich diese Scheibe näher anhören. Fans von Nils Patrik Johansson werden mit einem weiteren Werk des Meisters verwöhnt, bei dem er alle Facetten seines Könnens ausspielen kann. |
Titel-Liste:
| | - Demon Dedire
- Beautifool
- The Raven
- Faith - Apathy Divine Part1
- Envy
- Snow - Apathy Divine Part2
- Sleep
- I shall not Yield
- Reason...?
- Carpe Noctem - Seize the Night
- - - Bonus Track - - - - Midnight Song
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Laufzeit:
Band-Infos:
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