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Review: Wydfara's Prophecy
 
AMPILFIED WRATH

Album:
 AMPILFIED WRATH, 2007, Gregorio Records

Stil:
 Melodic Thrash Metal

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 M.U., 19.04.2007

Review:
 Die junge Band "Wydfara's Prophecy" setzt sich aus vier metalsüchtigen Jungs und einer Frau zusammen. Sie kommen aus dem schönen Oberösterreich und spielen seit dem Spätwinter 2004 in gleicher Besetzung. Im Mai 2005 veröffentlichten sie ihr erste Demo-CD ZMYRNA noch in Eigenregie.
Es folgen etliche Auftritte in ganz Österreich und der Tschechischen Republik. Ihr erstes wirkliches Album AMPILFIED WRATH wurde im Herbst 2006 aufgenommen und erscheint seit März 2007 bei Gregorio Records. Wollen wir uns nun einmal unsere Nachbarn hören; rein mit der CD in den Player...

Sanfte Gitarrenklänge leiten die CD ein. "Five on their Throne" beginnt sehr melancholisch. Jedoch wird es nach ein paar Umdrehungen im CD-Player härter. Die richtige Euphorie will allerdings nicht aufkommen, da der Sound schwer tragend ist und irgendwie so vor sich hin plätschert. Es fehlt einfach der richtige Kick.
Da der zweite Song "I let it crash" mehr oder weniger vom ersten übergeht und die Machart ziemlich gleich ist, wird diese Zähigkeit in der Musik extrem untermauert. Beide Lieder basieren auf dem gleichen Prinzip einer tragenden, etwas ins Schwermütige übergehende Basis. Da helfen auch deathmetal-artige Gesangseinlagen nicht. Zumal diese nur sehr kurz sind.
"Zmyrna" ist der dritte Song und zugleich der Titelsong der zuvor erschienen Demo. Hier wird es allerdings schon brutaler und heftiger. Die Erbanlagen blicken wenigstens für diesen Song durch. Der Gesang erinnert einen an den guten alten Death- oder Thrash-Metal.
Daran schließt sich "Death Contract" an. Der Song beginnt mit einem Duo aus Schlagzeug und Bassgitarre. Kurz danach setzt die Gitarre etwas zu schrill ein. Der Gesang bleibt wie zuvor gleich. In Richtung Death- und Thrash-Metal.
Rotzig frech und rockig beginnt "Blanket of Blood". In Sachen Thrash kommt dieser Song dem Genre wohl am ehesten nahe. Dieser Song dürfte wohl der Beste der ganzen Scheibe sein, und auch die Ausgewogenheit zwischen Instrumenten und Gesang am Besten darherkommt.
"My Curse" ist eine absolute Schnulze à la Kate Bush. Viel zu sanft, viel zu ruhig für so eine Band, die sich dem Thema "Thrash" verschrieben hat. Passt überhaupt nicht in diese Schiene und wäre vielleicht eher eine Sache für das Kapitel Bonus-Song.
Also gleich weiter zu "Solace". Der Song beginnt leicht spacig angehaucht geht aber sehr schnell ins Rockige über. Welch' eine Wohltat im Vergleich zum vorherigen Song. Die Gitarrenriffs klingen sehr melodisch und gehen einem leicht ins Ohr. Gesanglich bewegt man sich wieder auf der Death-Metal Schiene, wenn auch manche Passagen einen eher an Punk erinnern.
"Clearin' it out" ist ein durchschnittlicher Rocksong. Leider bricht er ab der Mitte zusammen und schwenkt wieder in Richtung Kate Bush ab. Die Mischung aus beiden Stilrichtungen können nicht wirklich beeindrucken.
"QTS" erinnert einen musikalisch erinnern einen eher an AC DC. Der Gesang gleicht Angus und ebenfalls die schrillen Gitarrensoli, für die AC DC berühmt sind. Die akustischen Gitarreneinlagen hätte man lieber weglassen sollen.
Mit "The Prophecy" endet diese Scheibe. Ein eher melanscholischer Song mit vielen akustischen Elementen. Die rockige Ader kommt jedoch immer wieder hervor. Der Song endet nach 3 1/2 Minuten und es herrscht zunächst sechs Minuten Funkstille. Erst ganz am Ende gibt es noch ein paar Impressionen und deftige Wortwechsel von den Aufnahmen zu dieser CD. Nicht ganz neu - und überflüssig oder Gag? Nun, das darf jeder selbst entscheiden.

Fazit: Die fünf Österreicher können nicht auf der ganzen Linie überzeugen. Irgendwie hat man den Eindruck, dass das Album noch nicht richtig ausgereift klingt. Von einer Thrash-Metal Band (wenn man sich auch "Melodic" nennt) erwartet man einfach wesentlich mehr. Die Musik plätschert teilweise etwas zu belanglos vor sich hin.
Andererseits blitzt stellenweise durchaus Potenzial und Spielwitz durch, der nur noch nicht konsequent in Szene gesetzt wurde.

Titel-Liste:
 
  1. Five on their Throne
  2. I let it crash
  3. Zmyrna
  4. Death Contract
  5. Blanket of Blood
  6. My Curse
  7. Solace
  8. Clearin' it out
  9. QTS
  10. The Prophecy

Laufzeit:
 47:01 Min.

Band-Infos:
 
  • www.theprophecy.at 


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