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Review: Zion |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | B.M., 01.12.2006 |
Review:
| | "Freddy Curci ist wohl einer der besten Sänger in der Rockgeschichte...", steht auf dem Beilage meiner Promo - CD. "Ganz schön gewagt, so eine Äußerung!", ist mein erster Gedanke, während mir Bilder von Freddy Mercury, Bruce Dickinson und Anderen durch den Kopf schießen.
Außer, dass er der Sänger von Zion ist und in den Achtzigern wohl mal eine Nummer Eins Hit in den U.S.A. hatte, war mir der Name Freddy Curci nicht bekannt. Dieser Hit war "When I'm with you" mit seiner damaligen Band Sheriff (Die Älteren unter euch werden sich erinnern ;-) ). Sheriff wurde jedoch ein paar Jahre später aufgelöst und andere Projekte des Sängers liefen wenig erfolgreich. Erst vor kurzem tat sich Curci mit Joey Scoleri (Gitarre), Paul Marangoni (Drums), Joey Greco (Drums), Ken Malandrino (Bass), Jason Hook (Gitarre) und Ross Greene (Piano) zusammen und gründete die Band Zion. Am 8. Dezember erscheint ihr erstes gleichnamiges Album ZION.
Nun gut, etwas misstrauisch, aber auch neugierig lege ich die Scheibe in den CD-Player:
"All it takes is a Minute" beginnt mit einem dröhnendem Fade-In. Dieses geht in ein melodiöses Gitarren-Riff über. Als der Gesang einsteigt, fällt mir ein Vergleich mit Toto ein. Gitarre, sowie der Gesang weisen Parallelen auf. Leider wird das großartige Gitarrensolo vom Refrain überdeckt. Von Curcis Gesangskünsten bin ich nach dem ersten Song überzeugt, doch dass er der beste Sänger der Rockgeschichte sein soll bleibt stark anzuzweifeln.
Mit einem knackigen Riff startet "How much longer is forever". Besonders bemerkenswert bei dem Song ist die Gitarrenarbeit. Gitarrist Joey Scoleri spielt schnell, langsam, laut und leise, aber immer mit viel Gefühl und Seele.
Bei "One Man alone" geht es etwas melancholischer zu. Curcis Stimme kommt bei diesem Lied gut zum Ausdruck. Erheblich nervt jedoch der Backgroundgesang im Refrain, gerade weil sich dieser so oft wiederholt.
"Dangerous" besticht durch ausgezeichnete Gitarrenarbeit und seinen Ohrwurmrefrain. Der Toto-Touch ist auch bei diesem Song weiterhin hörbar.
Der Anfang von "I'm running Home" könnte auch der Soundtrack für einen Porno sein. Überraschenderweise geht der Track nach ca. einer halben Minute zur poppigen Ballade über. Zum ersten Mal kommt bei "I'm Running Home" das Piano zum Zug.
"Everybody's watching" ist musikalisch die härteste Nummer des Albums, ja der Song erinnert sogar ein wenig Motörhead. Natürlich wird das Ganze durch die hohe und cleane Stimme des Sängers sehr aufgeweicht, so dass von Motörhead nicht mehr die Rede sein kann.
"No Suprise" hat nicht den großteils fröhlich, ausgelassenen Charakter der anderen Stücke, was dem Album Abwechslung verleiht. Auffallend ist die Bongo-Einlage mit dem darauf folgenden Solo.
In "The Sky is falling" besingt Freddy Curci die wirklich wichtigen Themen des Lebens: Wie Scheiße es doch ist, wenn man morgens aufsteht und weder Kippen noch Kaffee hat. Auch dieser Song hat einen einprägsamen Refrain.
"The Devils Dance" kann man ebenfalls zu den ruhigeren Nummern der Platte zählen. Persönlich würde ich den Song in die Pop-Schublade stecken.
"Who do you think you are" hingegen ist eher düster. Leider wird das Gitarrensolo auch hier hinter dem Refrain versteckt. Es scheint fast, als wüssten die Jungs aus Italien ihre Gitarristen nicht richtig zu schätzen.
Mit "Crash the Mirror" geht die erste CD von Zion auch schon wieder zu Ende. Langsam und getragen geht der Song dahin und die Platte dreht die letzten Runden im CD-Player. Doch plötzlich komische Laute aus den Boxen! Hä?! Als hätte jemand den Stecker gezogen. Doch da heult die Gitarre schon wieder auf und Zion holen zum letzten Refrain aus.
Fazit: Die Jungs aus dem Süden Europas haben mit ihrem ersten Album eine solide Melodic Rock Platte abgeliefert. Die elf Songs sind abwechslungsreich und gut zu hören. Unkompliziert und doch niveauvoll sind sie sehr eingängig. Wie schon gesagt liegt, gewollt oder nicht, eine Ähnlichkeit zu Toto vor.
Kritik: Die Backgroundvocals nerven bei den meisten Songs. Dies liegt auch daran, dass die Refrains sehr häufig wiederholt werden. Es scheint, als wollte man die Tracks damit künstlich in die Länge ziehen. Schade eigentlich, denn die meisten Refrains haben Ohrwurmcharakter, doch wird dies durch die ständige Wiederholung nervig.
Ein weiteres Kriterium ist, dass die Gitarrensolos bei einigen Songs hinterm der Refrain versteckt werden. Joey Scoleri leistet an seinem Instrument wirklich gute Arbeit und hat keinen Grund sich zu verstecken!
Insgesamt ist ZION ein gute Scheibe mit lockeren, leichten Melodic Rock Stücken, die sich sehen lassen kann. Dass Freddy Curci, der beste Sänger des Rock-Buisness sein soll bezweifle ich noch immer. Andere Freddys konnten das noch besser! |
Titel-Liste:
| | - All it takes is a Minute
- How much longer is forever
- One Man alone
- Dangerous
- I'm running Home
- Everybody's watching
- No Surprise
- The Sky is falling
- The Devil's Dance
- Who do you think you are
- Crash Mirror
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Laufzeit:
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