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Report: Deutschland – Metal-Land
 
Datum:
 A.K., 30.11.2012

Beteiligte Akteure:
 Tina Henschel (Vocals) – Heralder
Sandra van Eldik (Bass) – Equilibrium
Benedikt Rathsmann (Vocals) – I Spit Ashes
Till Felden (Drums) – Arven
Thomas Jensen (Gründer) – W:O:A
Stefan Heilemann (Grafik- und Fotodesigner) – Heilemania
Franko Sturm (Owner/Founder) - Rock it Up Records

Wir sind Metal

Ein allgemeiner Irrglaube ist es, dass man Deutschland weltweit nur mit Fleiß, Gründlichkeit und (nichts für ungut liebe Bayern) Lederhosen assoziiert. Weit gefehlt! Wenn es neben bekannten Automarken und schlechtem Fußball (und das von Jemandem, dem jegliches Interesse an diesem Sport fehlt) etwas gibt, dass nicht nur hierzulande die Menschen in ihren Bann zieht und begeistert sondern Weltweit, sind es die vielen erfolgreichen und überaus talentierten Rock- und Metalbands, deren Wurzel in "Good ol´ Germany" haben.

Accept, The Scorpions, Edguy, Blind Guardian, Equilibrium, Heralder, I Spit Ashes... - ja man könnte diesen Bericht allein schon mit der Aufzählung der vielen, unendlich guten Bands aus Deutschland füllen ohne überhaupt tiefer in die Thematik einzutauchen. Was quatsch wäre und mich als Redakteur nicht wirklich gut dastehen ließe. Aber Fakt ist auch Deutschland ist ein Metal-Land. Grund genug für mich meinem Heimatland den verdienten Tribut zu zollen, den Klappspaten auszupacken und mal tiefer ins Musikbusiness auf dem hiesigem "Mutterboden" einzutauchen.

Ausflug in die Metalkult(o)ur

Metal ist nicht nur Musik sondern eher eine Lebensphilosophie. Auch wenn „Leute wie wir“ von vielen skeptisch betrachtet werden und der Metaller an sich gerne mal als saufender, verwilderter Außenseiter gesehen wird steht fest, dass innerhalb der Fangemeinde ein größerer Zusammenhalt steckt als sonst wo. Zwar sind die „Spielarten“ und facettenreiche Unterteilungen des Genres gelegentlich schwer zu überblicken, aber es ist unumstritten dass bei der Vielzahl an Open-Air Events und Festivals, Anhänger und Fans der unterschiedlichsten Metal-Arten zu einer großen Gemeinschaft zusammenwachsen. Und auch wenn der ein oder andere skeptische Blick des Nicht-Metal-Fans die Gemeinde trifft ist die Leidenschaft für die Musik der härteren Gangart mehr als nur ein spezieller Musikgeschmack.

Tina Henschel - HeralderTina Henschel, Frontfrau und Sängerin der deutschen Epic-Metal Band Heralder sieht dies ähnlich: "Metaller ist man zunächst einmal im Herzen, ganz gleich wie man sich kleidet, die Haare trägt oder sich schminkt. Menschen mit Vorurteilen gab es schon immer und wird es immer geben. Die gehen mir persönlich auch am Ar.... vorbei.
Wie genau die solidarische Einstellung der Metaller innerhalb ihrer Fangemeinde ist, hängt von der Frage ab, was genau versteht man unter dem Begriff Zusammenhalt. Ich denke, dass jede Szene in gewisser Weise zusammen hält. Auch die Metal-Szene, da Musik ja verbindet. Für mich persönlich zeichnet sich die Metal-Kultur viel mehr durch Geselligkeit aus, was das Wacken Open Air, nur mal um ein Beispiel zu nennen, welches im Vergleich zu anderen großen Musikfestivals in Deutschland sehr friedlich verläuft, deutlich zeigt."


Wobei der Effekt den man als Metaller aufgrund seiner Kluft zumeist erzielt nicht ungeachtet bleiben sollte. Bandshirt mit teils bizarren und ebenso genialen Coverarts, Nieten- oder Spikebelts und Armbänder, lange Mähne oder Corps-Paint. So "bunt" wie die vielen Subgenres der Musikrichtung sind auch die Stylings der Fans, was dem ein oder anderem Liebhaber der Volksmusik vielleicht doch ein wenig unheimlich vorkommt. Aber stimmt das klassische Bild des Stereotypen Metalfans überhaupt noch?

Benedikt Rathsmann - I Spit AshesBenedikt Rathsmann, seines Zeichens Vocalist der Metal 2.0 Band I Spit Ashes, sieht eine positive Entwicklung: "Ich glaube das Image des Heavy Metal hat sich in der Öffentlichkeit seit den 80gern stark gewandelt. Man muss ja jetzt nicht mehr in Lederhose und Kutte rum laufen und überall umgedrehte Kreuze hin malen um dazu zu gehören. Grad in Sachen Mode haben wir uns da glaube ich stark zum Positiven entwickelt. Natürlich gibt es immer noch genug Wikinger die mit Rauschebart die erste Reihe stürmen und sicherlich in der U-Bahn ängstlich angeschaut werden. Aber die wollen dann ja auch auffallen und es gefällt ihnen anders zu sein. Ich finde im Metal kann jeder machen was er will und wenn jemand sich vom Standard abheben will ist er glaube ich nirgends besser aufgehoben."

Einigkeit und Recht und Metal

Salonfähig ist der deutsche Metal und Hard-Rock mittlerweile allemal, aber um wirklich zum Kern des Ganzen zu gelangen, sollten wir die Uhr einige Jahre zurück drehen und die Ursprünge sowie Urgesteine beleuchten um die Entwicklung der Musik für Headbanger in unserer Heimat zu verstehen.

Man wird mir kaum widersprechen, wenn ich sage, dass eine Band die eine maßgebliche Mitschuld an der Prägung der deutschen Metal-Szene The Scorpions sind. Seit 1965 – seiner Zeit noch bekannt als "Nameless" und Rudolph Schenker am Mike – rockt die wohl bekannteste Hard Rock Band aus Hannover die Szene. Mit geschätzten 5.000 Konzerten in 80 Ländern, sind diese "Dinos" des deutschen Metal nicht wegzudenken. Auch wenn 2012 die vermeintliche Abschiedstour ins Rollen kam, sind die Rock-Opis nicht wirklich aus dem Geschäft und begeistern bis heute die Massen.

Als Wegbereiter des deutschen Metals, wird jedoch eine Band gehandelt, welche 1971 das Licht der (Metal)Welt erblickte. Accept - seinerzeit von Udo Dirkschneider gegründet, sind in vieler Hinsicht als innovativer Motivator zu sehen. So ist der Song "Fast as a Shark", welcher 1982 erschien als einer der ersten Speed Metal-Tracks in die Geschichte eingegangen, während sie bereits ein Jahr zuvor (1981) mit ihrem Longplayer BREAKER neue Maßstäbe gesetzt hatten. So wundert es keinen, dass viele Bands Songs der Solinger Combo gecovert und somit ihren Tribut gezollt haben. Darunter keine geringeren Bands wie die Norweger Dimmu Borgir, die Schweden Hammerfall oder die Landsleute Grave Digger.

Und wie klingt den nun typisch deutscher Metal?

Till Felden - ArvenTill Felden Drummer bei Arven: "Deutschland war von Anfang an auf jeden Fall weltweit eines der wichtigsten Länder für Metal und das hat sich bis heute nicht geändert. Man muss sich nur mal die Unmengen an Fans angucken, die jeden Sommer die deutschen Festivals bevölkern. Und wenn man dann mit den Leuten spricht, stellt man fest dass gefühlte 60% von ihnen selbst auch in Bands spielen. Ich denke dass einfach die schiere Menge an Metal-Musikern in Deutschland mit dafür verantwortlich ist, dass neben vielen durchschnittlichen Bands in fast jedem Metal-Genre auch echte Topbands entstanden sind.
International ist Deutschland vermutlich hauptsächlich für seinen klassischen Heavy- und Power Metal (Helloween, Blind Guardian, Accept, Scorpions, Rage, usw.) sowie den Thrash Metal (Kreator, Destruction, Tankard, Sodom, etc.) bekannt. Wenn ich in meinem CD-Regal nach deutschen Bands suche sieht das nicht viel anders aus. In den letzten 15 Jahren ist dann natürlich noch der Folk Rock/Metal mit Kapellen wie In Extremo oder Subway to Sally sehr erfolgreich gewesen. Aber warum sich gerade diese Genres so hervortun konnten ist schwer zu sagen. Vermutlich waren einfach zur richtigen Zeit die richtigen, hervorragenden Bands am Start."


Foto- und Graphic-Artist Stefan Heilemann: "Huh, das ist eine schwere Frage. Das hat sich ja alles mittlerweile auch schon sehr vermischt. In meinen jungen Jahren war Kreator mit einer meiner Lieblingsbands. Und in Sachen Thrash Metal gehören Mille und seine Jungs immer noch zu meinen Favoriten."

Mitunter sicher ein Faktor, der in manchen Fällen eine Rolle für den Erfolg spielt ist die Sprache. Es ist unschwer zu erkennen, dass die meisten Bands sich dabei auf die Amtssprache English verlassen. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel und während man außer der englischen Sprache auch immer häufiger Texte in der Landessprache der Bands wiederfindet, bleibt die Frage offen, in wie fern die Wahl der Sprache den wirklichen Erfolg einer Band beeinflusst.
Ein Paradebeispiel dafür, dass man auch mit deutschen Texten als Metal-Band global erfolgreich sein kann, sind Equilibrium. Sie haben bereits europaweit auf den Bühnen die das Headbangen bedeuten gestanden und trotz oder gerade wegen ihrer deutschsprachigen Texte eine weltweite Fangemeinde im Rücken. Klar, dass ich da mal die Münchner gefragt habe, als wie wichtig sie die Sprache einstufen.

Sandra van Eldik - EquilibriumSandra van Eldik – Bassistin und Gründungsmitglied er deutschen Pagan-Metaller Equilibrium: "Ich denke, dass es dabei auf die Art des Gesangs ankommt. Bands, bei denen in clean gesungen wird und bei dem das Partyvolk mitsingen möchte, haben international sicher bessere Chancen in Englisch, wobei es auch Beispiele wie Rammstein gibt, bei denen die Sprache völlig irrelevant ist und mehr noch; die englischsprachigen Fans die deutschen Wörter lieben! Bei Growls und Screams halte ich es dagegen für eher unwichtig...
Mal ehrlich, wie viele von uns dachten ihr halbes Leben Finntroll singen finnisch? Und gut dann singen sie eben schwedisch... Dann ist es unwichtig, zumindest für mich."


Das krasse Pendant zum Festival der Volksmusik

Wenn sich neben weltweit bekannten Venues wie "Rock am Ring" und dem "Rock im Park" ein Festival des Metals zum Mekka der Headbanger gemausert hat, ist dies ohne Frage das Wacken Open Air! Während es 1990 das erste Mal zum kollektiven Abrocken lud und mit gerade mal 800 Besuchern über seiner Zeit noch zwei Tage stattfand, wird das W:O:A nicht erst seit heute als das größte Open-Air Festival gehandelt.
Damit hätten die Initiatoren Thomas Jensen und Holger Hübner sicherlich nicht gerechnet, als sie '89 die Idee entwickelten und entgegen der damaligen Rock- und Metal-Festivals sich mit Ihrem Konzept nicht nur auf das übliche Ein-Tages Event beschränken sondern direkt in die Vollen gehen wollten. Das bis heute legendäre Campen war schon damals ein wichtiger Aspekt und ist auch heute nicht mehr wegzudenken.
Mittlerweile umfasst das Gelände beinahe 200 Hektar, einer unglaublichen Infrastruktur welche über den Sanitätsdienst – der Wacken Rescue Squad, bestehend aus über hunderter Helfern besteht, sowie unzählige Dokus, Merchandize und dem Erhalt des Preises für das beste Live-Event 2007, ist die Gemeinde aus Schleswig-Holstein, welche gerade mal rund 1.800 Einwohner zählt zum synonym und Pilgerort für Metal-Fans geworden und wird diesen Titel sicherlich noch lange innehalten.

Klar, dass ich dazu auch die Macher des W:O:A selbst befragen wollte.

Rückblickend auf über 20 erfolgreiche Jahre als das Metal-Festival Deutschlands, wie sehr weicht das W:O:A von der damaligen Vision und Idee ab, oder hat es sogar übertroffen?
Thomas Jensen - W:O:AThomas Jensen: "Von der grundsätzlichen Vision weicht es eigentlich nicht ab. Obgleich wir am Anfang total naiv waren, gab es das wie das Festival jetzt ist in den Grundzügen am Anfang auch. Wir hatten das Motto "Rock around the Clock" und all solche Sprüche. Im Prinzip wollten wir eine riesen Party, die möglichst lange, möglichst viel Metal bietet und dadurch hat sich auch ergeben, dass wir mehrere Bühnen haben. Schon im ersten Jahr hatten wir im Prinzip eine Diskobühne, wo Holger als DJ Metal-Classics aufgelegt hat und eben die damalige Hauptbühne. Man kann das von den Dimensionen her nicht vergleichen aber von der Idee her war es exakt das Selbe.
Das unser Festival mal so groß wird und solche Dimensionen annimmt mit dieser Vielfalt,haben wir uns nicht zu träumen erhofft. Aber wenn man es so sieht, sind es alles nur Verfeinerungen und Weiterentwicklungen , wo uns auch die Fans durch ihre Anregungen und Ideen bei geholfen haben. Das versuchen wir jedes Jahr auf´s Neue umzusetzen."


Gibt es etwas, dass Ihr mit dem W:O:A noch erreichen möchtet. Ein Ziel oder eine Herausforderung, welches bisher noch nicht eingetreten ist?
Thomas Jensen: "Beides. Natürlich reagieren wir auf die Möglichkeiten, die uns geboten werden. Als wir z.B. vor Jahren das erste Mal Iron Maiden zu Gast hatten. Wenn es auch nicht unser Konzept war einen großen Headliner zu buchen, doch wenn wir die Möglichkeit haben eine große Band zu Buchen sind wir auch selber noch Fans genug dass wir uns sehr freuen wenn die Band spielen will.
Oder wie nächstes Jahr (2013) Rammstein. Das ist natürlich produktionstechnisch eine Herausforderung und wird sicherlich von der Umsetzung her ein Highlight werden.
Das ist eigentlich nicht der Kern des Festivals. Das sind Highlights, die man setzen kann aber das Festival baut sich nicht nur auf einen Headliner oder eine Band auf. Es ist wie wir es in den ersten Pressemitteilungen geschrieben haben, von den Etablierten, Unknown bis Geheimtipps soll es die Mischung machen und ich glaube das gelingt uns eigentlich ganz gut."


Hast Du eine persönliche Lieblingsband?
Thomas Jensen: "Ich bin natürlich noch so ein Old-School Kämpfer und freue mich jedes Mal wenn eine Band wie Motörhead spielt, oder logischer Weise – wie letztes Jahr – Saxon, wo wir seit über 10 Jahren das Management machen.
Oder auch Hammerfall, eine Band die wir von Anfang an begleitet haben.
Der Surpriseact vom letzten Jahr Edguy, die relativ klein bei uns angefangen haben und über die Jahre etliche Stufen höher geklettert. Da gibt's natürlich persönliche Bekanntschaften, die einem über die Jahre sehr nahe stehen und mit denen man auf anderen Eben zusammen gearbeitet hat. Das sind so meine Highlights.
Wie eine kleine Familie. Wie auch zum Beispiel Kamelot. Die man jahrelang auf seinem eigenen Festival trifft und schnackt wie's geht und wie's läuft (lacht) und mittlerweile fragt 'Wie geht's den Kindern?', schon wie bei einem Familientreffen."


Genau dieses Gefühl ist es, was den Metal zu dem macht was er ist und Festivals wie das W:O:A zu einem ganz besonderem Familientreffen der metallischen Art.

Das Auge hört mit

Was wäre eine waschechte Metal-CD ohne das passende Cover oder Promo-Foto. In Zeiten der MP3 Files schon fast wieder eine Rarität, doch ist der Wunsch nach physikalischen Tonträgern unter den Metal-Fans immer noch präsent. Und das ist auch gut so, meine Damen und Herren, wenn man mal bedenkt, wie viele wirklich geniale Designs uns Fans durch die Lappen gegangen wäre

Einer der diese mit einer Mischung aus Ironie, Morbidität und der nötigen Portion Metal-Feeling zur Perfektion gebracht hat, ist der Stuttgarter Fotokünstler Stefan Heilemann, vielen besser bekannt als Heilemania.
Atrocity, Kreator, Xandria, Die Apokalyptischen Reiter, sind nur ein paar Beispiele deutscher Bands, die Heilemanias Sinn für teils provokante, nichts desto trotz künstlerisch hochwertiger Fotographien und Ideen zu schätzen wissen und für Ihre Cover-Arts oder Promo-Fotos verpflichtet haben.
Aber nicht nur Bands aus unseren Landen kennen und schätzen Heiles Kunst. Auch unzählige Internationale Künstler und Acts gehören zu Stefans Klientel. So ziert (als aktuelles Beispiel) ein echter Heilemann das Cover der kalifornischen Progressive Metaller Kamelot das Cover des SILVERTHORN-Albums. So versteht es sich von selbst, dass Nightwish, Leaves' Eyes oder Pain – um noch mal mit ein paar Namen um mich zu werfen – ebenfalls die Kunst des Stuttgarters für sich entdeckt haben.
Stefan Heilemann: "Man wird routinierter und kennt die Schwierigkeiten die bei der Umsetzung von Konzepten vorkommen können. Wenn man wiederholt mit einer Band arbeitet weiß man schon wie die Band tickt und kann darauf noch besser eingehen. Trotzdem ist natürlich jedes Konzept für ein Artwork etwas Neues und die Arbeit bleibt nach wie vor spannend."
Dabei hat Heile stets seine eigene Vision vor Augen: "Bei meinen eigenen Arbeiten lass ich mir freien Lauf, thematisch kann da alles kommen. Meine Handschrift ist dennoch immer erkennbar und man kann daraus denk ich auch schon Rückschlüsse ziehen in welcher Richtung ich musikalisch unterwegs bin. Ich finde Bilder faszinierend bei denen der Betrachter seine eigene Stimmung einbringen kann, sprich Bilder die sowohl zum lachen, weinen oder schreien anregen können."

Und wie sieht's mit den bewegten Bildern aus?

Bereits in einem meiner vorangegangenen Berichte, ging es um das Thema Musikvideo. Ein Grundtenor war der sich mehr und mehr durchsetzende Effekt, dass Videos an Ihrem Glanz verloren und lange nicht mehr die aufwändig in Szene gesetzten Kurzfilme sind wie sie noch vor einigen Jahren waren.
Schrumpfende Budgets, der Rückgang von CD-Verkäufen, aber auch das zunehmende illegale File-Sharing spielten hierbei eine große Rolle und selbst namhafte Regisseure wie Denis Goria und Marko Mäkilaakso, sahen mit gemischten Gefühlen in die Zukunft der musikalisch untermalten Kurzfilme.
So steht es außer Frage das die Abhängigkeit basierend auf der Wechselwirkung im Konsumverhalten zwischen illegalen Downloads und legalem Erwerb dabei die Qualität zukünftiger Videos definiert und jedem Fan des Genres (und darüber hinaus) zu denken geben sollte.

Der moralische Zeigefinger, soll jedoch in diesem Bericht nicht der Grundtenor sein. Das Hauptaugenmerk liegt viel näher und habe den Künstlern mal auf den Zahn gefühlt, wie sie selbst das Thema Videos sehen. Wie wichtig sind Videos den Künstlern selbst? Ein unverzichtbares Promotion-Tool oder eher eine nette Zugabe zur Freude der Hörer?
Till Felden: "Da wir selbst bisher noch kein Musikvideo veröffentlicht haben, kann ich da nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Uns wird aber vielfach geraten möglichst bald ein Video zu drehen. In Zeiten von YouTube und anderen Portalen ist so ein Musikvideo eine wichtige Investition um die Leute auf die Band aufmerksam zu machen. Bei kleinen Bands mit meist sehr beschränktem Budget kommen angesichts dessen vielleicht oft eher billig produzierte Schnellschüsse heraus, was deinen Eindruck vielleicht erklären könnte. Zum anderen muss ich aber sagen, dass viele größere Bands in den letzten Jahren oftmals sehr aufwendige Videos mit einer Story herausgebracht haben, die weit über das übliche "Band spielt den Song in einer lehren Lagerhalle" hinaus geht.
Letztendlich ist ein Musikvideo aber nur ein nettes Zusatzangebot an die Fans, was der Band bei der Promotion helfen kann und einen Song um eine visuelle Komponente erweitern kann. Was eigentlich zählt ist aber immer noch die Musik an sich, und wenn da die Qualität stimmt, können auch halbherzige Videos den Erfolg des Metal-Genres nicht verhindern."


E=mc2 oder Erfolg = Metal x Creativity im Quadrat

Wenn man seinen Blick über die weite Landschaft des Musikbusiness allgemein schweifen lässt fällt auf, dass (zum Glück) der rein kommerzielle Aspekt bisher nur den Verfechtern der Top-100 Charts innewohnt. So fällt nicht nur dem bekennenden Headbanger auf, dass es an der Front der kommerziellen Musik nicht wirklich um Talent und Leidenschaft geht, sondern die Verkaufszahlen und das (wie ich es empfinde) ausschlachten einer Kunstform im Vordergrund stehen. Was Top oder Flop ist, entscheiden fragwürdige Casting-Konzepte, sowie künstlich gezüchtete Pseudo-Stars welche nur sich nur solange dem Interesse des Publikums sonnen können, bis der nächste Hype mit der Brechstange losgetreten wird. Das dabei die Kunst an sich auf der Strecke bleibt, wundert somit niemanden.
Und wie sieht dies im Bereich Rock- und Metal aus? Spielt dieses Genre innerhalb des Business nur die zweite Geige? Ein Stiefkind das eben gerade weil es sich nicht in vorgefertigte Formen dem Mainstream zum Fraß vorwirft nur müde belächelt wird? Hier scheiden sich die Geister.
Benedikt Rathsmann, Sänger bei I Spit Ashes: "Metal spielt weltweit im Musikbusiness keines Falls die zweite Geige. Natürlich gibt es durch die Vielfalt an Stilarten mehr und weniger massentaugliche Veröffentlichungen, aber das ist ja durchaus so gewollt. Schaut man sich jedoch Bands wie Linkin Park, Rammstein, Metallica, Cradle of Filth, Slipknot, etc. an, kann niemand behaupten das man in diesem Genre nicht auch massenweise CDs verkaufen kann."

Tina Henschel, Heralder: "Metal zeichnet sich in erster Linie durch seinen Individualismus aus und ist vermutlich daher nicht unbedingt Massen kompatibel. Das macht das ganze zum einen schwierig für die Musiker, ein geeignetes Label für ihre Werke zu finden aber auch zum anderen für die Labels selbst, um der Szene nicht wegzusterben. Mein Fazit, Metal hat sich hervorragend in der Musikszene positioniert, schafft es im Musikbusiness wegen seiner Vielseitigkeit leider nicht bis an die Spitze. Aber was ja nicht ist kann ja noch werden."

Leider wird es wohl kaum eine Statistik geben, welche nun bestätigt oder dementiert in wie fern Metal-Musik der kommerziellen Musik sogar die Stirn bietet. Aber ich denke, dass ich wohl den meisten Metal-Headz aus der Seele spreche, wenn ich behaupte, dass der Metal (Deutschland- und Weltweit) lebendiger ist als je zuvor!

Einer der vielen Heimathäfen für Metal-Bands ist das Mansfelder Label ROCK IT UP. Seit 2006 finden hier nicht nur deutsche Bands einen zuverlässigen Partner um Ihre Musik an die Headbanger zu bringen, sondern haben in Owner und Gründer Franko Sturm einen Enthusiasten für das Fundament des Metals an Ihrer Seite.

Seine Sicht der Dinge: "Dafür sind Gruppen wie Nightwish, Blind Guardian, H.E.A.T.Sabaton sowie Festivals wie das "W:O:A", "Sweden Rock" oder "70000 Tons of Metal" einfach viel zu erfolgreich. Und bekommen auch in der breiten Öffentlichkeit sehr viel Feedback.
ABER innerhalb der Metal-Gemeinde gibt es leider eine 2-Klassengesellschaft. Wenn man sich diverse Festivals und deren gebuchte Bands anschaut, wird man schnell feststellen, dass die Bands immer die gleichen sind: dieses Jahr auf Festival A, nächstes auf Festival B und ein Jahr später wieder Festival A.
Es gibt gerade im Underground so viele großartige Bands, die es einfach mal verdient hätten, auf diesen angesagten Festivals zu spielen. Hier sollte schnellstens ein Umdenken erfolgen, denn der Underground bildet das Fundament für die gesamte Metal-Scene. Was passiert denn, wenn die Dinosaurier wie Iron Maiden, Judas PriestDeep Purple, Kiss oder Ozzy Osbourne verschwinden? Im Moment gibt es bis auf 1-2 Ausnahmen keine Bands, die diese Löcher stopfen könnten. Deshalb sollten endlich auch mal die Underground-Bands eine Chance bekommen, sich zu beweisen. Was die Musiker dann draus machen, steht natürlich auf einem anderen Zettel.
Ich denke, es sollte nach wie vor in erster Linie die musikalische & künstlerische Freiheit im Vordergrund stehen. Es gibt nicht wenige, die ihre eigene Philosophie haben und diese auch konsequent durch ziehen. Ob man damit zufrieden ist oder nicht, müssen dann die Beteiligten selber entscheiden."


Sandra van Eldik: "Dabei kommt es auf das Ziel an das man verfolgt. Wir hatten z.B. nie geplant einen Hauptberuf aus Equi zu machen. Schließlich mussten wir uns entscheiden, als es zeitlich nicht mehr anders ging und finanziell erst möglich wurde. Man kann Musik schreiben um sie zu verkaufen.
Man kann auch Experimente wagen und riskieren dass die nächste Platte die Letzte sein wird.
Ich denke wenn man sich nicht an den Erfolg klammert und als Künstler einen mutigen Weg geht, erfährt man die tiefste Erfüllung. Dann muss man vielleicht manchmal mit etwas anderem als der Musik sein Geld verdienen, aber dafür geht man seinen eigenen Weg und gibt der Entwicklung der Kunst den nötigen Raum. Für diese Freiheit sind manche Opfer nötig."


Die Zukunft ist das Heute von Morgen

Bands wie Accept, Scorpions oder U.D.O. haben den Metal aus Deutschland geprägt wie kaum etwas und wegzudenken ist der Vintage-Sound dieser Pioniere mal so gar nicht. Aber wer in die Vergangenheit schaut, sollte nicht den Blick nach Vorn vergessen. Und die nächsten Generation des Metals stehen schon in den Startlöchern.
Das führt unweigerlich zu der Frage, wie die neuen Helden des Genres die Zukunft ihres Genres sehen.

Benedikt Rathsmann: "Um die Zukunft des Metal-Business zu sehen muss man einfach nur zurück schauen. Nach der ersten fetten Jahren mit Iron Maiden, Saxon, Metallica, Anthrax, usw. gab es einen krassen Einbruch und jeder schrie "Metal ist tot" (sogar das Rock-Hard Magazin). Dann kamen Bands wie Dimmu Borgir, Children of Bodom, Nightwish, Killswitch Engage und Metal war wieder da. Vielseitiger, abwechslungsreicher und größer als je zuvor. Das waren Bands die mit den Großen Ihrer Zeit aufgewachsen sind und die Musik ihrer Jugend neu interpretiert haben. Jetzt jammert wieder jeder dass es mit dem Metal zu Ende geht. Dabei steht die nächste Generation von großartigen Bands schon in den Startlöchern! Ich denke die nächsten 10 Jahren gehören den Bands die jetzt in der Lage sind die Essenz des Metals aus zu destillieren und in ein der Zeit angemessenes Soundgewand zu verpacken. Das passiert auch von ganz alleine. Metal ruht immer in sich selbst, da es viele Bands gibt die die Vorbilder Ihrer Jugend perfekt nachempfinden. Metal entwickelt sich aber auch immer konstant weiter, da es sehr gute Bands gibt die die neuen Impulse ihrer Zeit verwenden um dem Metal eine neue Facette oder Spielweise hinzu zu fügen. Darum ist Heavy Metal auch die Musikrichtung mit den meisten Subgenres überhaupt. Erst wenn das nicht mehr so ist, ist Metal tot!"
Till Felden: "Ich denke, der eingeschlagene Weg wird sich fortsetzen, dass immer mehr Bands mit einem kleinen Plattendeal in viel Eigenverantwortung Alben aufnehmen und versuchen neben ihrem normalen Job die Band so gut es eben geht als besseres Hobby zu betreiben. Da kommen mit Sicherheit viele Perlen bei heraus, nur ist es eben schwierig auf diese Weise ein optimales Angebot für die Fans zu schaffen. Ausgedehnte Touren sind da meist ebenso nicht drin, wie ein teures Musikvideo. Einige werden es aber trotzdem schaffen einen breiteren Bekanntheitsgrad zu erreichen. Wenn die ein oder andere der altgedienten großen Bands sich so langsam in den Ruhestand verabschiedet ist das zwar einerseits schade, schafft aber vielleicht auch Platz für neue frische Bands auf den Headliner-Positionen der Festivals...
Insgesamt ist die Metalszene sehr vital was vor allem daran liegt dass unzählige Underground-Musiker nach wie vor mit vollem Herzen dabei sind und ihre Energie in die geilste Musik der Welt stecken!"


Sandra van Eldik: "Trends kommen und gehen, die Guten bleiben, frisches Gemischtes wird nachkommen.
Wir sind hoffentlich noch mit dabei. Frisch und gemischt."


Stefan Heilemann - HeilemaniaStefan Heilemann: "Die Musikindustrie hat ja schon einiges durchgemacht in den letzten Jahren. Konzerte sind und bleiben wichtig. Das finde ich gut, ich selbst gehe auch sehr gerne auf Konzerte und Festivals, bestimmt in 10 Jahren auch noch, hehehe. Ansonsten hoffe ich dass die Leute auch die Musik wieder etwas mehr wertschätzen. Ich selbst habe keine illegalen Downloads oder dergleichen, ich kaufe mir meine Platten und hab auch mehr Freude daran als mit tausenden Ordnern auf der Festplatte die man oft niemals richtig anhört."

Eine Einstellung die man nicht als selbstverständlich sehen sollte. Nach wie vor sind illegale Downloads und Filesharing der Parasit welcher am "Immunsystem" der Musikindustrie nagt und droht es zu Fall zu bringen. Ein Konsens, der mir bei den Recherchen für meine Berichte viel zu oft heraus kristallisiert hat und viel zu oft als weniger schwerwiegend abgetan wird.
Sicherlich mag der ein oder andere Argumentieren, dass es den Vertrieben doch gut ginge und keiner am Hungertuch nagen wird. Aber sehen wir mal über den Tellerrand der Label hinaus und richten unser Augenmerk auf jene, die von der Musik ihren Lebensunterhalt bestreiten, zeichnet sich ein düsteres Bild ab. Wie Till bereits angedeutet hat, sind viele Bands dadurch gezwungen, ihre Musik als ein besseres Hobby zu sehen, welches sie neben ihren "bürgerlichen" Jobs betreiben. Wenn man bedenkt, wie wichtig uns Hörern aber eben dieses "Hobby" der Bands ist, ist es schon beschämend wie undankbar man es behandelt.

Thomas Jensen: "Ich sehe es sehr, sehr positiv. Die Szene ist meiner Ansicht nach sehr lebendig und es kommen auch immer wieder geile neue Sachen. Wie zum Beispiel Heaven shall burn, mit denen wir auch ganz gut befreundet sind. Was die für eine Entwicklung in den letzen Jahren hingelegt haben ist super interessant und machen uns natürlich auch ein stückweit stolz, dass wir da teilweise dran mitwirken durften bzw. immer noch dürfen.
Die Musikszene ändert sich sehr stark. Die Einnahmesituation für Bands ändert sich. Die CD-Verkäufe gehen teilweise zurück und es wird immer schwieriger. Aber wir kommen aus der Live-Szene und Live ist nach wie vor gerade im Metal das Hauptstandbein und war es auch immer.
Das Live-Erlebnis ist meiner Meinung nach auch für Fans noch mit das Wichtigste. Man freut sich natürlich auf die Alben, aber eine Tour war für mich immer ein Highlight.
Bei anderen Musikrichtungen, House oder was weiß ich, ist es vielleicht das Club-Erlebnis oder das Tanzen aber da kann ich nicht so viel mit anfangen. Für mich ist es immer die Band auf der Bühne, direkt mit dem Publikum. Das ist für mich das Haupterlebnis."


Und wie sieht man die Zukunft aus Sicht derer, die sie Vertreiben?

Franko Sturm: "Die Metal-Gemeinde wird zwar immer größer aber die Verkäufe dagegen noch weniger.
Ich weiß aus sicherer Quelle, dass bereits die ersten Labels nur noch über digitale Veröffentlichungen nachdenken. Auch im Printmedien-Bereich wird es Veränderungen geben, den Anfang machte ja vor einigen Wochen das Heavy Magazine.
Es bleibt aber die Hoffnung, dass es ein Umdenken gibt und die Fans wieder CDs kaufen, statt illegal aus dem Netz zu ziehen."


Der Weg ist das Ziel

Obgleich der sprichwörtliche moralische Zeigefinger nie als Grundtenor von mir gesehen wurde, komme ich nicht umher festzustellen, dass ich auch dieses Mal nicht drum herum komme Ihm Respekt zu zollen.
Aus Sicht des Hörers scheint die Fassade makellos, doch wird auch dieses Mal wieder all zugut erkennbar, dass es hinter dem Offensichtlichen lange nicht so rosig ausschaut wie man's vermutet.
Weshalb ich mich den Worten Franko's nur Anschließen kann: Ein Umdenken muss stattfinden.
Der Metal in Deutschland ist (noch) in voller Blüte und es ist an uns, den Nährboden auf dem er gedeiht fruchtbar zu halten anstelle von Raubbau auf Kosten der Zukunft.

Nichts desto trotz, hat der Metal in Deutschland (und weltweit) seinen Zenit noch lange nicht erreicht. Und solange es Bands, Künstler und Fans gibt, die ihre Liebe für härtere Klänge zu schätzen wissen, werden auch kommende Generationen vor oder auf den Bühnen die Pommesgabeln gen Firmament strecken und die Heads bangen!
Im Sinne der nicht gerade wenigen Parolen, welche in den Mündern und auch der Presse gerne in Bezug auf unsere Heimat zu Schlachtrufen und Freudenschreien genutzt wurden, bleibt abschließend nur eines zu sagen:
Wir sind Pabst. = Who cares?
Wir sind das Volk. = Davon geh´ ich aus!
Wir sind Weltmeister. – Das wird man so schnell nicht mehr hören!

Wenn es schon eine neue Parole geben sollte, der ich mich anschließen kann, dann wäre das: WIR SIND METAL!

Ich bedanke mich bei allen beteiligten Künstlern und Metalheadz!
Arven: www.arvenmusic.com
Equilibrium: www.equilibrium-metal.net
Heralder: www.heralder.de
I Spit Ashes: www.spitashes.de / Foto: www.schaller-foto.de
Heilemania: www.heilemania.de
Rock it up Records: www.rockitup.org
Wacken Open Air: www.wacken.com

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